Drei Gewinne beim Bundeswettbewerb Geschichte

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten stand in diesem Schuljahr unter dem Thema: »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch«. Drei Gewinne gehen in diesem Jahr an das Lloyd Gymnasium. Die langwierigen Vorbereitungen der Schüler*innen wurden von Fr. Neumann und Fr. Ruttmann angeleitet:

Ana Chkheidze aus der 5. Klasse gewinnt mit ihrer Ausstellung »Die Pestalozzi-Schule im Zweiten Weltkrieg« den Landessieg. Für ihre Recherche sprach sie mit ehemaligen Schülern und Schülerinnen der Pesta und wälzte Akten Im Stadtarchiv.

Hanna Fair, ebenfalls aus der 5. Klasse untersuchte das Schicksal ihrer Urgroßmutter und ihres Heimatortes. Ihr Beitrag »Der Zweite Weltkrieg in Hipstedt. Das fiktive Tagebuch der Ursula Million« gewinnt einen Förderpreis.

Einen weiteren Förderpreis gewinnen Ayleen Buschhardt, Melissa Nebbe und Gianni Schmökel (Klasse 11). Sie haben ein Erklär-Video zur Nachkriegszeit in Bremerhaven erstellt: »Flirten mit den Amis. Beziehungen trotz Fraternisierungsverbots«. Es ist unter link: https://youtu.be/lfPQiGGgqNE zu sehen

Alle Beiträge sind ab 3. Juni als Ausstellung am Lloyd Gymnasium im Haus Wiener Straße zu finden. Am 24. Juni 2019 um 11 Uhr erhalten die Gewinner ihre Preise in der Bremer Bürgerschaft.
NMN/06/2019

Revolution am Lloyd Gymnasium – eine szenische Lesung der Shakespeare Company

Für mehr als eine Stunde wurde die Revolution 1918 und die kurze Zeit der Rätedemokratie in Bremen in der komplett gefüllten Aula des Lloyd Gymnasiums wieder lebendig.

Mit einer szenischen Lesung der Shakespeare Company in der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“ interpretierten die fünf Schauspieler*innen der Shakespeare Company – Peter Lüchinger (Regie und Lesung), Petra-Janina Schultz, Erik Rossbander, Simon Elias und Michael Meyer (alle Lesung) – die revolutionären Umbrüche in Bremen und Bremerhaven 1918/19.

Geschichts-Klassen der E-Phase sowie Grundkurse und ein Leistungskurs der beiden Q-Phasen wurden Zeugen des überwiegend friedlichen Beginns der Revolution und der unterschiedlichen Blickwinkel der Arbeiter und des Bürgertums auf diese sowie deren Versuche, sie zu gestalten oder zu verhindern. Die Schüler*innen konnten die Auseinandersetzungen zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum bis zu den „Stacheldraht-Ostern“ 1919 verfolgen, die am Schluss mit der Niederschlagung der Revolution durch die Division Gerstenberg sowie die Freikorps Caspari und der traurigen Bilanz von 83 getöteten Frauen, Kindern und Männern sowie der Abschaffung aller Räte in Bremen und Bremerhaven endete.

Wir danken an dieser Stelle unserer Kollegin Frau Stock-Mamzer, die die Idee hatte, im Rahmen der Vorbereitungen zum Zentralabitur Geschichte 2019 die Shakespeare Company mit ihrer Lesung an unsere Schule zu holen und das Vorhaben organisatorisch in die Tat umsetzte.

Darüber hinaus danken wir den Mitgliedern des Ensembles für ihre packende Lesung sowie Frau Dr. Eva Schöck-Quinterros für die historische Hintergrundarbeit sowie die Einblicke in die Quellen. Zudem geht unser Dank an die Stiftung „die schwelle – Beiträge zum Frieden“ für die Finanzierung des Auftrittes.
POS/03/2019

Gedenken an Euthanasie-Opfer

Die Schülerinnen des Lloyd Gymnasiums, Jasmin Wagner, Luisa Garms, Gaureka Selveratnam und Abelina Stelling besuchten Ende September nun das Grab des Euthanasie-Opfers Käthe Spreen in Beverstedt, nachdem sie sich im Rahmen des Tages der Stadtgeschichte ausführlich mit dem Thema und dem Schicksal der damals jungen Frau auseinander gesetzt haben. Der ehemalige Bürgermeister Martin Bensen begleitete die Schülerinnen, für die das Lernen am historischen Ort zu einem eindringlichen und bewegenden Erlebnis wurde.

Mehr lesen im Artikel der Nordsee-Zeitung vom 29.09.2018.

Lloyd Schüler beleben Erinnerungskultur

Der Tag der stadthistorischen Bildung am 18.September 2018 ist der Tag, an dem vor 74 Jahren Bomben auf Bremerhaven fielen und große Teile der Stadt zerstört wurden. Seit vier Jahren gibt es diesen Projekttag an den Schulen der Stadt, der anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung Bremerhavens ins Leben gerufen wurde.Es ist ein historischer Tag – ein Tag der Erinnerung an das Geschehene und ein Tag der Mahnung heute, denn wir müssen daran erinnern, dass die Zerstörung der Stadt schon 1933 mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten begann.
Vor dem Hintergrund, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt, und den aktuellen Entwicklungen in Deutschland, die mit Fremdenfeindlichkeit einhergehen, ist es insbesondere für junge Menschen wichtig, gefährliche gesellschaftliche Entwicklungen erkennen zu können.
In diesem Jahr waren es wieder die Oberstufenschüler*innen des Lloyd Gymnasiums, die diesen Tag vorbereitet haben. An 50 Stationen in der Stadt erklärten sie, was an dieser Stelle im Nationalsozialismus geschehen ist. Die Schüler der Abschlussklassen der Sek I, aber auch Anwohner, Bürger und Touristen hörten sich die Vorträge an.
Die besten Beiträge wurden von Stadtrat Frost mit dem Harry-Gabcke-Preis ausgezeichnet. Die Preisträger sind Anna Rosenbohm, Johanna Kruse, Kariandra Steinwender, Alizée Schulz, Lara Krüger und Sinan Woyke Pereira.

(21.09.2018 NMN/JUC)

Die NZ berichtete…