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Samstag, 31. Oktober 09
Von: Anina

"Sommerhaus, später" - die Klasse E01 brachte es auf die Bühne

Gemeinsam mit Herrn Stukenborg brachte die Klasse E01 das Stück "Sommerhaus, später" auf die Bühne. Anina war dabei.

Am Mittwoch, dem 28.10., fand im Hause Wien die Uraufführung des Stückes „Das Sommerhaus“ statt.

Gespielt wurde diese Tragödien von Judith Hermann von einer 11. Klasse, der Leiter, Sänger, Spieler und Deutschlehrer war Herr Stuckenborg.

Eingeleitet wurde das Stück durch zwei Schülerinnen, die, mit Unterstützung des besagten Lehrers, sehr mutig eine Gesangseinlage einbrachten, die den Zuschauern gleich aufzeigte, mit wie viel Mühe die Klasse das Stück für die Bühne inszeniert hatte.

Um dem Publikum, das hauptsächlich aus den Eltern der Kinder und Lehrpersonal bestand, aufzuzeigen mit wie viel Begeisterung, Freude und Eifer die Schüler schon beim Lesen der Tragödie dabei waren, richtete Herr Stuckenborg eine ganz kleine Rede an sie.

Er beschrieb das Wagnis, dass er eingegangen war, als er die Schülern bat, das „Sommerhaus“ durchzuarbeiten und seine Hoffnung auf die erste Unterrichtstunde, die einfach gut werden MUSSTE.
So fragte er die Schüler frohen Mutes, wie es Ihnen denn gefallen habe. Die Antwort war eisernes Schweigen aus den Bankreihen, unterbrochen von Gähnen und schließlich mit der Aussage, dass die Protagonisten der Tragödie „stumpf mit dem Auto durch die Gegend fahren und Drogen nehmen.“.
Trotz dieser anfänglichen „Begeisterung“ wurde diszipliniert gearbeitet, interpretiert, geschrieben und letztlich geprobt, sodass die Zuschauer gespannt auf knapp anderthalb Stunden Programm warteten.

Gezeigt wurde Ihnen zwar kein Theater in Perfektion, aber doch eine schöne Leistung des Deutschkurses, die nicht nur durch Songs unterbrochen wurde, sondern auch durch das Vortragen von Gedichten, die vor jedem Akt zeigten, was als nächstes geschieht.

Die Hauptpersonen, verkörpert durch unterschiedlich Schüler, waren „Stein“ und „Ich“. Sie gehen eine seltsame Liebesbeziehung ein, die von Taxifahren und Kommunikationslosigkeit geprägt ist. Sie lernen sich im Taxi kennen und nachdem sie den Abend Kassette hörend durch die Gegend gefahren sind, lädt „Ich“ „Stein“ in ihre Wohnung ein.

Von da an bleibt er drei Wochen bei ihr. Dann allerdings schmeißt „Ich“ ihn raus, da er sie völlig verwirrt und verärgert. Er beginnt nämlich damit Teckwando-Übungen am Seitenstreifen zu machen, während sie im Auto auf ihn wartet.

Dann bekommt sie die Nachricht von ihm, dass er ein Haus für sie beide kaufen will, das „Sommerhaus“. Er bezahlt 80.000 Euro, um sich seinen Traum von einem Haus zu verwirklichen. Trotzdem „Ich“ das Ganze für unrealistisch hält, fährt sie mit ihm, um sich die Villa anzugucken. Angekommen stellt sie aber entsetzt fest, wie verwahrlost es von innen ist und will wieder nach Hause.
Sie bricht den Kontakt zu Stein ab, der von der Renovierung eingenommen ist und „Ich“ vernachlässigt.

„Ich“ und  „Stein“ treffen sich auf einer Party mit viel Drogen und Alkohol. Die Freunde der beiden liegen zugedröhnt auf dem Boden oder stoßen noch kräftig an. „Ich“ erfährt, dass das Haus fertig ist, erinnert sich aber an die Zeit in der er andere Frauen geküsst oder sich nicht um sie gekümmert hat und will nicht zu ihm fahren.
Allerdings gerät ihr Wille schließlich ins Wanken, da Stein ihr immer wieder Postkarten schreibt und so zieht sie zu ihm in das Sommerhaus.

Nun beschließen die Freunde, dass sie etwas unternehmen müssen um „Ich“ von „Stein“ zu trennen, denn dieser ist unbeliebt, seit er zuschaute und lachte, als jemand fast ertrank.

Ein Telefonat mit „Ich“  und einer Freundin zeigt, wie weit die „Beziehung“ zu „Stein“ „Ich“ schon von ihr entfernt hat. So erzählt die Freundin ihr, wie schön die Beziehung mit ihrem Freund verläuft, wie viel die beiden unternehmen und dass sie immer etwas finden, über das man sich unterhalten kann.

„Ich“ stellt erstmals die Fehler in ihrer Beziehung fest und verzweifelt daran.

Kurz darauf wird das Sommerhaus angezündet und verbrennt bis auf die Grundmauern. Stein verschwindet erst einmal.

Nun hat „Ich“ gar nichts mehr. Keine Beziehung, keine Unterkunft, keine Freunde.

 

So endete die Inszenierung. Anschließend fand eine Gerichtsverhandlung statt, nach der die Zuschauer selbst entscheiden konnten, wer der Täter war.



 
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